In vor. Woche ist die s. Krücke denn wohl-
emballirt u. von heißen Krücken angeb-
in Gesellscht. der Mina nach Hause zu
rück gereist, nachdem sie beynah’ sieben
Wochen hier gewesen; man kann sich’s
denken, dß. Cölln’s sich bedeutd. erleichert
fühlen – zumal in dieser Zeit vor d. Fest.
Von dem herüberkommen der Lotte zu
demselben haben sie denn doch Abstand
genommen; Menken‘s wiederiethen es
gradezu, doch wollte hier die Frau ih-
ren Kopf durchsetzen, nachdem ich aber
M-s. Brief auch gelesen, mußte ich dem
Mann vollkommen beystimmen u. siehe da!
sie wurden Beyde andern Sinnes u. die
Frau Mama – die nachher hier war –
meinte nun auch, dß. es doch freilich mit
der Rücktour in der Dunkelht. der Win-
tertage, nicht recht geheuer für L. sein
möchte. Auch lagen der Gründe noch mehr
vor. Sie bekommt nun ihre Bescherung
dorthin u. wird sich – da M-s. auch zu
Weynacht. immer etwas aufstellen –
zwischen all’ den lustig. Mädchen, auch
schon amüsiren. Die Ida hatte es frü-
her auch vor, zu kommen, sich aber auch
eines beßren besonnen, da sie nur acht
Tage Ferien hat u. auch der Ruhe bedarf.
So wird’s diesmal also zieml. reducirt
bey ihnen, was der Konsistor. Räthin gar
nicht ansteht – Tante Marie fehlt auch
u. wer weiß ob ich auch noch so weit komme?
Wenigsts. müßte ich drum anspannen lassen –.
Wie gern möchte ich auch ’mal einen Blick
in Eure Bescherungs-Freude thun können!
Das hätte aber noch mehr auf sich – – –
Gut Augustchen, dß. Du Deine Mutter doch hast!
[am linken Seitenrand]
Mit den herzlichst. Wunsch, daß Ihr Lieben Alle das Fest recht fröhlich
begehen möget (und den schönst. Gruß an die l. Mama) Eure tr. Mutter u. Großmutter Weerth