uns wieder einmal Aug’ in Auge be-
gegnen, so bin ich sicher, daß wir
uns leicht verständigen würden.
Ich bin weder so einseitig noch so
schroff, wie Du mich Dir wahrschein-
lich vorstelltst. Ich halte fest an
meinen Ueberzeugungen, u. wirke
für sie, nach dem Maß meiner
Kräfte, wo ich immer kann, – aber
ich bin kein Fanatiker. Ich bin,
eben weil ich die Freiheit will, tole-
rant. Wer das Gute u. Rechte an-
strebt, ist mir werth, auch wenn
er es nicht auf meine Weise u.
auf meinem Wege anstrebt.
Dieser Brief kommt Dir durch
Karl Weerth zu, der Dir gleich-
falls ein Exemplar meines jüng-
sten Buches überschicken wird. Nimm
auch dieses, den „Sang von Hiawatha“
als ein freundliches Gedenkzeichen
freundlich an.
Leb’ wohl denn für heute, mein
theurer alter Freund! Mir ist
wohl um’s Herz, nun da ich mein
Unrecht gegen dich resolut gestanden
habe! Noch einmal: Vergib, und