Monckton Milnes, Bulwer u. A. – Bulwer hatte
kaum zufällig erfahren, daß ich in England sei,
als er mir auf der Stelle einen wahrhaft herzlichen
Brief schrieb, mich nach seinem Landsitze Kneb-
worth Park einlud u.s.w. u.s.w. Ich muss sa-
gen, daß mich diese unprovocirte Annäherung
in dieser Weise sehr gefreut u. meinem Herzen
wohlgethan hat. Ich war noch nicht in Knebworth,
werde aber im nächsten Monat wohl einmal
hingehen. Unterdessen hat mich Bulwer, als
er neulich auf kurze Zeit in der Stadt war,
mit seinem Sohne, einem hübschen 15jährigen
Jungen, draußen bei mir aufgesucht. Er sieht
krank u. leidend aus, u. klagte auch über seine
Gesundheit. À propos, haben wir, du u.
ich den Bulwer denn nicht einmal zu
Frankfurt im Hötel de Hollande bekneipen
wollen? Ich habe eine dunkle Erinnerung
der Art aus dem Jahre 40.
Eine Soirée bei’m Lord Northampton
(President of the Royal Society), der ich ohn-
längst beiwohnte, war interessant durch die
Masse von Celebritäten jeder Art, die sich
auf ihr combinirt fand. Ich bin daselbst einer
Unzahl von Leuten vorgeritten worden — na-
türlich nicht dem Chevalier Bunsen, der be-
sternt u. bebändert, glatt u. feist wie ein
christlich-germanischer Aal, hierhin u. dort-
hin schlüpte. Prinz Albert fehlte selbstredend
auch nicht. Der interessanteste Kopf war übri-
gens der des bekannten Reisenden Holman –
blind, mit langem weißem Barte u. hoher
Stirn. Aus solcher Gesellschaft wandelt man dann